Getreidemühlen, Gipsmühlen und Sägewerke

Getreidemühlen und Sägewerke

 

1    Moosmühle              Kappel, (Pl.-Nr. 271)

1594 werden die Müller Johann und Peter Erd erwähnt. Ca. 1900 wurde die Mühle abgebrochen.

2    Lenzemühle             Meilingen, Meilinger Straße 42 (Pl.-Nr. 2932/2)

Der erste Müller, den wir namentlich sicher kennen, war Johann Weiß, 1662 genannt. Ab 1873 nutzte Hermann Wetzer noch die Wasserkraft für die Produktion feinmechanischer Geräte. Nun hat sich hier ein Verbrauchermarkt angesiedelt.

3    Kasparsmühle          Meilingen, Achweg 16 (Pl.-Nr. 3034/8)

Um 1650 wird hier Leonhard Haslach als Müller genannt. Die Mühle wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stillgelegt.

4    Stoffelsmühle           Meilingen, Badstraße 48 (Pl.-Nr. 3038)

Als erster Müller wird 1587 hier Johann Suiter genannt. Zuletzt war hier nur noch ein Sägewerk, das vor(?) 1950 aufgegeben wurde.

5    Bläsesmühle            Heitlern, Bläsesweg 2 (Pl.-Nr. 1828/1)

Für dieses Mühlanwesen erlangte 1587 Laux Strobel ein Pfarrecht von Pfronten. 1924 wurde die unrentabel gewordene Mühle stillgelegt.

6    Driendlmühle            Dorf, Gschönweg 1 (Pl.-Nr. 1135)

Schon vor 1594 war ein Simon Babel Müller auf der „hinteren Mühle“. Der Mühl- und Sägebetrieb dürfte noch vor 1950 eingestellt worden sein.

7    Josemühle               Dorf, Joseweg 10 (Pl.-Nr. 1133/3)

Die „untere Mühle“ wurde um 1700 von Jakob Babel, der aus der „hinteren Mühle“ stammte, neu errichtet. Zu Josemühle gehörte auch eine unterhalb liegende Hammerschmiede (Joseweg 9). In beiden Anwesen wird die Wasserkraft zur Stromerzeugung noch heute genutzt.

 

Gipsmühlen und Sägewerke

 

8     Stichs Säge             Kappel (Pl.-Nr. 495)

Dieser Betrieb wurde als Gipsmühle erbaut, so wird er 1828 erwähnt. Später war es ein Sägewerk, das lange vor 1950 abgebrochen wurde.

 

9     Achsäge                  Rehbichel (Pl.- Nr. 1216)

Die Achsäge wurde als „Schleifmühle“ erbaut und später in ein Sägewerk umgewandelt. Das ist 1910 abgebrochen worden.

 

10   Saliter-Säge             Meilingen, Panoramaweg 12 (Pl.-Nr. 3430/6)

Das Sägewerk wurde 1841 von Sebastian Babel vom „Saliter“ (Hs.-Nr. 233) erbaut. Sein Nachkomme und Namensvetter Sebastian Babel hat 2000 hier noch gearbeitet.

 

11   Vilstalsäge               Ried, Vilstalstraße 93 (Pl.-Nr. 2033/2)

Die Vilstalsäge wurde 1878 vom Holzhändler Franz Xaver Furtenbach erbaut. Zwischen 1960 und 1970 wurde der Betrieb eingestellt. (Siehe auch „Alte Gaststätten“!)

 

12   Schocher-Säge       Ried, Vilstalstraße 91 (Pl.-Nr. 2041/2)

Als Erbauer des Sägewerks muss man Joseph Anton Hensel ansehen, der um 1850 in Ried (Hs.-Nr. 195), beim "Schocher" lebte. Zeitweise wurde es auch Ernle-Säge genannt. 1966 wurde der Sägebetrieb eingestellt.

 

13   Schlosser-Säge        Ried, Vilstalstraße 89 (Pl.-Nr. 2927, jetzt: 3630)

Der Betrieb, auch Suiters Säge bezeichnet, wurde bald vor 1800 als Gipsmühle errichtet und vor 1828 in eine Säge umgebaut. 1965 wurde der Sägebetrieb nach Hochwasserschäden stillgelegt.

 

14   Randel-Säge            Ried (Pl.-Nr. 3623/2)

Das Sägewerk wurde 1932 von "Buchars Buabe" von Kreuzegg (Hs.-Nr. 110) am Vilstaleingang erbaut. Inzwischen musste die Wasserkraft als Energiequelle der Elektrizität weichen.

 

15   Fallmühle                 Dorf, (Achtalstraße 62) (Pl.-Nr. 1634/30)

Noch vor Eröffnung seiner Gastwirtschaft wollte der Erbauer der Fallmühle hier eine Schnapsbrennerei und Ölmühle errichten. Entstanden ist aber eine Gipsmühle, die später in ein Sägewerk umgebaut wurde. Es ist bald nach 1980 aufgegeben worden.

 

16   Felixe-Säge             Dorf, Gschönweg 10 (Pl.-Nr. 1139/2)

Die Säge wurde 1889 von den Brüdern Otto und Ivo Haf von Ried (Hs.-Nr. 217 „Felixe“) neu gebaut. Inzwischen wird hier nur noch die Wasserkraft zur Stromerzeugung genutzt.

 

17   Baders Gipsmühle    Dorf, Gschönweg 11 (Pl.-Nr. 1138/3)

Der Platz der Gipsmühle des Franz Bader ist nicht gesichert, wahrscheinlich befand sie sich oberhalb seines Anwesens gleich neben seiner Hammerschmiede, mit der sie sich ein Wasserrecht teilte.

 

18   Poliermühle              Steinach, Gipsmühlweg 15 (Pl.-Nr. 1128/4)

Die Poliermühle kann als Gipsmühle schon für 1816 nachgewiesen werden. Bis ins 20. Jahrhundert war hier dann eine Werkstätte der Firma Gbr. Haff.

 

19   Eberle-Mühle           Steinach, Gipsmühlweg13 (Pl.-Nr. 1128/4)

Auch die Eberle-Mühle, heute ein Werkstattgebäude, geht auf eine Gipsmühle zurück. Sie gehörte 1816 zwei verwitweten Frauen aus der Familie Hörmann.

 

20   Wannemachers Mühle                                 (Pl.-Nr. 1126/3)

Diese Gipsmühle wird 1805 erstmals erwähnt. Noch vor 1900 wurde das Gebäude aufgelassen.

 

21   Semelers Säge        Steinach, (zu Achtalstraße 17) (Pl.-Nr. 1126/2)

Felixe- (Nr. 16) und Semelers Säge sind die einzigen Triebwerk am Kanal der Dürren Ach, die nicht aus einer Gipsmühle hervorgingen. Semelers Säge wurde ca. 1870 erbaut. Inzwischen ist sie auf den Betrieb mit elektrischer Energie umgebaut worden.

 

22   Friedrichsturm          Steinach, Scheiberweg 30 (Pl.-Nr. 1043)

Die ehemalige Gipsmühle wurde 1832 von Joseph Anton Raiser erbaut. Man nannte sie auch Veste- und Felixemühle oder eben Friedrichsturm nach Friedrich Raiser, der ein turmartiges Gebäude erbauen ließ. Heute sind hier Eigentumswohnungen entstanden.

 

23   Steigers Säge          Steinach, Krokusweg 9 (Pl.-Nr. 659/13)

Steigers Säge wurde als eine – 1842 erstmals erwähnte – Gipsmühle von Joseph Kleinhans erbaut. Mit dem Ende der Gipsproduktion in Pfronten ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollzog sich auch hier die Umwandlung in eine Säge, die um 1900 ihren Betrieb einstellte.

 

24   Karolusse                Steinach, Krokusweg 11 (Pl.-Nr. 659/4)

1827 schenkte die Gemeinde dem Joseph Raiser einen Boden in der Viehweide für den Bau einer Gipsmühle. Relativ spät, erst um 1920, beendete Karolus Moller die Gipsproduktion.

 

25   Untere Wannemacher     Steinach, Tiroler Straße 139 (Pl.-Nr. 659/2)

Die Gipsmühle des vom Wannemacher (Nr. 20) stammenden Joseph Anton Hörmann wurde um 1828 erbaut. Mit dem Verkauf des Anwesens zwischen 1865 und 1870 an Rudolf Haff wurde die unrentable Gipsmühle stillgelegt und nur noch die Wasserkraft genutzt.

 

26   Steinhauser-Säge    Steinach, Zirmenweg 13 (Pl.-Nr. 659/18)

Die unterste Gipsmühle am Werkkanal der Dürren Ach wird 1848 erstmals erwähnt. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde sie für den Betrieb eines Sägewerks umgebaut.